Gnadenhof Iris

 

20.12.2016

Der Gnadenhof von Iris wurde im November aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst! Alle Tiere wurden über andere Organisationen bereits vermittelt.

Somit ist auch dieses ungarische Projekt für uns beendet. Wir wünschen Iris alles Gute!

31.12.2015

Iris hat sich wieder einigermaßen gut erholt. Nach der richtigen Behandlung und mit der richtigen Medikation geht es ihr relativ gut, und sie kann sich wieder gut um die verbliebenen Tiere kümmern.

3 der jüngeren Hunde haben in der Zwischenzeit glücklicherweise mit Hilfe einer deutschen Organisation gute Plätze in Deutschland gefunden.

Am 01.12. konnten wir auch Iris wieder mit Futter und anderem Zubehör für die nächsten Monate gut versorgen. Den Hunden und Katzen wird es also eine Zeitliang sicher an nichts fehlen.

 

20.03.2015 Leider haben wir schon bei unserer letzten Spendenübergabe erfahren dass Iris  schwer erkrankt ist. Aktuell spitzt sich die Lage erneut zu. Zur Zeit ist Iris in Budapest in einer Klinik. Wir hoffen sehr dass Iris alles gut übersteht und es ihr bald wieder gut geht. Iris, deine Tiere brauchen dich so sehr!

Der Hof ist in Szabadszállás, in der ungarischen Puszta. Von Anna, einer Tierschutzfreundin die in Ungarn lebt und schon seit einigen Jahren dort privat im Tierschutz unterwegs ist, erfuhren wir Ende 2013 von dem Hof von Iris. Die Vermittlung aller noch vermittelbaren Hunde hatte Anna ja bereits erfolgreich abgeschlossen. Inzwischen sind es nur mehr 8 alte Hunde die nun gut versorgt in Würde bis zum Lebensende dort leben dürfen.

Unser größtes Problem zu Anfang waren die unzähligen Katzen und Kitten, von denen nicht  eine kastriert war mangels finanzieller Mittel. Und da war ja noch das Parasitenproblem. In den ersten Wochen wurden alle Tiere mehrmals dagegen behandelt, der Hof soweit als möglich aufgeräumt und desinfiziert um auch den hartnäckigen Parvoviren entgegen zu treten. Leider haben auch einige die Parvo nicht überlebt. Nach und nach wurden dann auch alle Katzen kastriert und geimpft. Die vorhandenen Kitten die nach erfolgreicher Behandlung die Katzenparvo überstanden hatten, konnten wir alle vermitteln. So sind inzwischen nur noch 11 erwachsene Katzen am Hof.  

Dank zahlreicher Spenden können wir inzwischen zusammen mit Anna in Abständen von ca. 3 Monaten regelmäßige Spendentransporte zu Iris organisieren. Die Tiere sind dank unserer lieben Spender ausreichend gut versorgt mit Futter und allem anderen was sie brauchen.

Hier ein Bericht von Anna wie alles begann

Ca. Juni/Juli 2013 rief Monika an. Monika ist eine sehr nette ältere Dame um die 70. Da sie mitten in der ungarischen Puszta lebt, laufen ihr immer wieder Tiere zu: Hunde und Katzen. Für viele fanden wir einen Weg über deutsche Tierheime in ein neues Leben. Sie erzählte mir von ihrer Nachbarin, einer Deutschen, die vor Jahren mit ihren Pferden nach Ungarn ausgewandert ist. Der Traum ist leider zerplatzt, private Schicksalsschläge und die anschließenden ernsten gesundheitlichen Probleme haben es zunichte gemacht. Der Hof wäre am Ende und die Situation prekär.                                                                    

Wir fuhren natürlich hin, obwohl der Hof fast 300 km von uns entfernt liegt. Als wir dort mitten in dem heißen ungarischen Sommer ankamen, haben wir erst ganz langsam das Ausmaß des Problems erfassen können, indem wir die Tiere kennen lernte und auch Iris selber, die uns sehr offen gegenüber trat, die Situation nicht verheimlichte und auch freudig die Hilfe entgegen nahm.

Wir trafen auf trächtige Hündinnen und Katzen, Lämmchen die starben, da die Mütter aufgrund der Hitze und der Unterernährung  keine Milch hatten, viele Tiere die im Rudel lebten, aber auch isoliert gehaltene Hunde, die nichts kannten. Keines der Tiere war kastriert bzw. sterilisiert, eine Floh Plage machte es fast unmöglich die Tiere anzufassen. Es herrschte sowohl Katzen- als auch Hundeparvo. Auf dem Hof gibt es bis heute keinen Strom, nur über ein Aggregat, was auch die Wasserversorgung über den Brunnen ermöglicht. Eine Grundversorgung wäre daher dringend notwendig.

Ein Teil der Hunde, insbesondere die trächtigen Hündinnen und auch die Welpen, konnten wir zum Teil im letzten Moment (vor der Geburt bzw. bei den Welpen im letzten Moment vor dem Tod bewahren) in deutschen Tierheimen unterbringen bzw. bei einer ungarischen Tierschutzorganisation.

Damit war im Hinblick auf die Hunde das meiste geschafft. Nun leben dort „nur“ noch 8 alte und unvermittelbaren Hunde. Zur Erwähnen ist natürlich, dass alle Hunde und Katzen Iris zugelaufen sind. Das Katzenproblem bestand jedoch nach wie vor. Wir haben uns an die Tierhilfe Dreiländereck um Hilfe gewandt, da wir nichtmal in der Lage waren den Bestand und die Anzahl der Katzen zu ermitteln.

Inzwischen werden die verbliebenen 8 Hunde und 11 Katzen von der Tierhilfe Dreiländereck nachhaltig versorgt. Alle Hunde und Katzen sind kastriert/sterilisiert worden. In ca. 3 Monatsabständen organisieren wir Fahrten um den Hof mit dem Nötigsten zu versorgen: Futter für die Tiere, Decken, Hütten aber auch Lebensmitteln und andere Dinge des Lebens. 

Dank der Tierhilfe, wurde vielen Tieren ein neues würdevolles Leben beschert, die verbliebenen Tiere müssen nicht mehr hungern oder auf Restabfälle von verendeten Tieren warten.